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Klima-Leitbild

Die Villa Fohrde hat sich 1991 gegründet und als Ziel „die Förderung eines konstruktiven Umgangs der Menschen mit sich selbst, sowie mit ihrer sozialen und natürlichen Umwelt“ ausgegeben. Im Jahr 2017 wurde mit dem Leitbild beschlossen, dass wir uns für eine nachhaltige Lebensweise einsetzen: „Dies bezieht sich auf ökologische, soziale, kulturelle und ökonomische Bedingungen. So haben wir bei unserem lokalen Handeln immer die globalen Auswirkungen im Blick.“ (Auszug)  
Wissenschaftliche Erkenntnisse sowie globale Entwicklungen führen nun dazu, dass wir mit Wirkung zum 1. Januar 2020 ein zusätzliches Klima-Leitbild umsetzen möchten. Das Klima-Leitbild soll ebenso wie das Gesamt-Leitbild als Grundlage unseres Vereinshandelns dienen.

 

Wir erkennen die globale Klimakrise als eine der größten Herausforderungen der Menschheit an. Sie stellt uns mit ihren Auswirkungen wie Naturkatastrophen, Ressourcenkonflikten, und daraus resultierend Fluchtbewegungen und soziale Ungleichheiten vor große Herausforderungen, welchen wir auch mit unserem lokalen Handeln als Bildungshaus begegnen wollen. Jedes Zehntel-Grad mehr an Erwärmung wird die Folgen verschärfen und beschleunigen. Die globale Erwärmung steht in einem direkten Zusammenhang mit dem CO2-Verbrauch von uns Menschen. So ist es unser Ziel unseren Beitrag zu leisten, um den CO2-Verbrauch so gering wie möglich zu halten. Uns ist dabei bewusst, dass die globalen (ökologischen) Herausforderungen nicht einzig und allein auf den CO2-Verbrauch zu reduzieren und dass andere Phänomene, wie der Rückgang der Artenvielfalt, der Plastikverbrauch oder Wassermangel ebenso zu berücksichtigen sind. Dabei handeln wir im Rahmen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs - Sustainable Development Goals), insbesondere für „Hochwertige Bildung“ (SDG 4) und „Nachhaltigen Konsum und Produktion“ (SDG 12).  


Wir leisten in allen Handlungsbereichen einen entschlossenen Beitrag zum Klimaschutz. Wir setzen dabei insbesondere an zwei Hebeln an: 

 

1.    Bildungsarbeit (SDG 4)
Wir überprüfen unsere bestehenden Angebote auf die Vereinbarkeit mit unserem Klimaleitbild. Bei der Konzeption neuer Bildungsangebote wird der Ansatz der Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnittsthema berücksichtigt, wird aber je nach Thema unterschiedlich stark integriert und explizit bearbeitet. Wir stellen das Haus nach Möglichkeit Gastgruppen zur Verfügung, die mit unserem Leitbild und Bildungsansatz in Einklang stehen. Das kann bedeuten, dass sie sich direkt oder indirekt für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und friedliches Zusammenleben einsetzen. Ebenso behalten wir uns vor, Gruppen abzusagen, die offensichtlich diesen Zielen entgegenwirken. Wir verstehen uns als Vorreiter nachhaltigen Handelns in Bildungs- und Übernachtungshäusern und vermitteln diesen Ansatz allen Gästen durch Bereitstellung von Informationen und im direkten Austausch.


2.    Hausbewirtschaftung (SDG 12)
In der Bewirtschaftung des Bildungshauses berücksichtigen wir in allen Bereichen die Auswirkungen auf das Klima und unsere Umwelt. Dies umfasst insbesondere die Vermeidung von CO2-Emissionen bei der Verpflegung und Unterbringung, der Anreise von Teilnehmer*innen, Gästen und Mitarbeiter*innen und der Energieversorgung. Ein bewusster Umgang mit Ressourcen bezieht sich unter anderem auf den Einkauf und auf die konsequente Mülltrennung (recycle), die Vermeidung von Plastikmüll (reduce). Das Prinzip „Reparatur vor Neukauf“ wird fest verankert (reuse), wo es wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist. Baumaßnahmen und Investitionen werden von Beginn der Planung bis zur Umsetzung auf Klimaverträglichkeit überprüft, angepasst und ggf. nicht realisiert.

 

So beschlossen von den Mitgliedern des Vereins zum 01.01.2020.