Link verschicken   Drucken
 

Rückblick auf unsere bisherigen Projekte

2018 Generationen in der Welt von Morgen

Im Juli 2017 startete unser Modellprojekt "Generationen in der Welt von Morgen" mit verschiedenen Seminaren sowie Kultur- und Abendveranstaltungen, die sich mit Lehmbau, Kochen und Improvistationstheater beschäftigten.

 

Projektidee

Familienbildung ist in wichtiger Bestandteil der Weiterbildung (Lebenslanges Lernen) und bedeutet Generationsdialog über die Kernfamilie hinaus. Wir wollen uns mit gesellschaftspolitischen Themen mittels verschiedenen kreativen und generationengerechten Methoden auseinandersetzen und während des Seminar gemeinsam Lernen und Genießen.

Für uns ist Familie eine weitgefasster Begriff, der unterschiedliche Konstellationen mit einschließt. Im Modellprojekt erproben unterschiedliche Bildungsformate (mehrtägige Seminare sowie Abend- bzw. Tagesveranstaltungen) und bieten Weiterbildung für Multiplikator*innen der Familienbildung an.Wir greifen auf innovative Themen, wie Empowerment in der Elternschaft und  Nachhaltigkeit & Generationengerechtigkeit auf und nutzen Planspiele um aktuelle Themen wie den Umgang mit Rechtspopulismus zu thematisieren.

 

Wie kann man sich diese Familienseminare in der Villa Fohrde vorstellen? Schaut euch hier Bilder an.

cover flyer fabi18Jahresprogramm für Familien 2018

 

 


Rückblick auf die Seminare in Rahmen des Modellprojektes in 2017:

 

In den Herbstferien (23.-25.10.2017) fand das Familienkochseminar statt, bei dem Familien in verschiedenen Konstellationen zum Thema Nachhaltigkeit verschiedenste Gerichte zubereitet haben. Wir haben es geschafft und uns selbst über drei Tage versorgt! Vom Frühstück bis zum Abendessen, vom Frühstückbrötchen bis zu Pizza und Stockbrot haben wir alles selbst zubereitet und abenteuerliche Abende am Lagerfeuer oder beim Spielmarathon verbracht.

 

Anfang Oktober (6.-8.10.2017) fand in der Villa Fohrde ein Familienseminar mit Improvisationstheater statt bei dem Große und Kleine zusammen theatralische Übungen gemacht und sich mit dem Thema der nachhaltigen Fischerei auseinandergesetzt haben. Am 7. Oktober fand ein Geschichtenabend mit dem Sagenschmied Ulrich von der Mär statt. Kleine und Große durften gemeinsam die Geschichte mitgestalten und gestärkt vom Apfelsaft mit einem Schuss Birnen- oder Kirschsaft verwandelten sich die Besucher*innen aus Pritzerbe, Berlin, Hannover, Brandenburg und Kolumbien in wilde Räuber und in gute Knechte. Den Zeitungsbeitrag in der MAZ gibt es hier .

 

Im August (4.-6.08.2017) fand das Seminar Generationengerechtigkeit leben oder Lehmbau für Alle statt. Dort ging es um die Frage, wie wir in unserer Gesellschaft nachhaltig und gerecht leben können. Die Teilnehmenden spielten erfuhren einiges über den demographischen Wandel und die Ressourcenverteilung in zwei Planspielen. In den Seminar wurde nicht nur diskutiert, sondern im praktischen Teil mit Lehm gebaut. Hier könnt ihr den Bericht lesen.

 

Für das Jahr 2017 bedanken wir uns bei folgenden Förderern:

 


2016: Akademie für Familien

 

2016 wurde das Modellprojekt 'Fohrde: Akademie für Familien' durchgeführt. Die Erfahrungen und Schlussfolgerungen für die Familienbildung generell und auch speziell in der Villa Fohrde wurden in einer Publikation zusammengefasst.

 

Projektidee

Ausgehend von der zentralen Frage: „Warum nehmen 30- bis 50-jährige weniger an außer-betrieblichen Weiterbildungen teil als Menschen anderer Altersgruppen“, entwickelt das Team der Villa Fohrde eine modellhafte Seminarreihe, die explizit Menschen dieser Altersgruppe anspricht, um ihnen trotz aller Herausforderungen im beruflichen und familiären Alltag die Teilnahme an persönlicher Weiterbildung und -entwicklung zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee für das Projekt 'Fohrde: Akademie für Familien', welches drei Seminarmodule für Familien zu ganz unterschiedlichen Themen gestaltet und die Ergebnisse im Rahmen eines Transferworkshops verstetigt.

 

Rückblick auf die Veranstaltungen

In Rahmen des Modellprojektes wurden vier Veranstaltungen durchgeführt: drei Familienseminare sowie ein Transferworkshop für Akteur*innen und Multiplikator*innen der Familienbildung aus Brandenburg.

 

Work-Life-Balance für Familien (23.-25. September 2016) Ein guter Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben ist besonders für Eltern, aber auch die gesamte Familie immer wieder eine große Herausforderung. Zunehmend sind in jungen Familien beide Partner*innen berufstätig, so dass der Alltag oft einen erheblichen organisatorischen Aufwand mit sich bringt. Das Seminar vermittelte konkrete Techniken im Bereich Zeit- und Konfliktmanagement. Mit Hilfe systemischer Ansätze wurde gemeinsam das „System Familie“ untersucht, um wiederkehrende Konfliktsituation für alle Familienmitglieder verständlich zu machen und ihnen das Konfliktpotential zu nehmen. Mit Hilfe erlebnispädagogischer Elemente wurden die Beziehungsebenen in der Familie thematisiert und durch Übungen aus dem Feld der gewaltfreien Kommunikation, die Menschen für ihre und für andere Bedürfnisse sensibilisiert. 

 

Medien in der Familie (21.-23. Oktober 2016)

Medien sind längst fester Bestandteil familiärer Lebenswelten. Das Aufeinandertreffen von „digital immigrants“ und „digital natives“ kann das Verhältnis der Generationen innerhalb einer Familie belasten, wenn etwa die Jüngeren einen Wissensvorsprung vor den Älteren haben. Durch die wertschätzende Seminar-Atmosphäre wurde es möglich, dass sich alle Teilnehmenden auf Augenhöhe begegnen und den Umgang mit Medien in der Familie reflektierten. Dies führte zu manch überraschenden Einsichten. In der Praxis probierten die Familien sich gemeinsam am Tablet-PC aus und testeten ihr Wissen rund um „neuen Medien“.

 

Von der Erziehung zur Beziehung - Gleichwürdigkeit in der Familie (18.-20. November 2016)

Jüngere und ältere Menschen diskutierten im Rahmen des Seminars darüber, wie ein „gutes“ Familienleben gestaltet werden kann. Die gesellschaftliche Norm, dass die Erwachsenen bestimmen, wo es langgeht und die Kinder folgen, wird in vielen Familien oft unhinterfragt praktiziert. Das Seminar ermöglichte es den Teilnehmenden diese Norm mit diversitätsbewussten Methoden (in Anlehnung an den Anti-Bias-Ansatz) zu hinterfragen und bewusster zu entscheiden, wie der familiäre Alltag gestaltet werden soll. Das Besondere an diesem Seminar war, dass sich Kinder und Erwachsene auf Augenhöhe mit diesem komplexen Thema auseinandersetzen und ein direkter Transfer in den Familienalltag erfolgte. Mit erlebnispädagogischen Ansätzen (u.a. im Wasserlabor) wurde der familiäre Zusammenhalt gestärkt, so dass alle Beteiligten mit neuer Energie in den Alltag zurückkehrten.

 

Transferworkshop zum Thema „Familienbildung in Brandenburg“ (6.-7. Dezember 2016)

Der Transferworkshop bot die Möglichkeit, die Ergebnisse des Modellprojektes mit wichtigen Akteur*innen der Familienbildung im Land Brandenburg, freien Trainer*innen aber auch anderen Interessierten zu diskutieren. Wie können Brandenburger Familien zur Teilnahme an Bildungsangeboten bewegt werden? Welche Formate und Inhalte braucht es? Inwiefern ist der Blickwinkel auf intergenerationelles Lernen in der Familienbildung entscheidend? Wie kann die Familienbildung in Weiterbildungszusammenhängen gestärkt werden? Diese und andere Fragen waren Gegenstand des Transferworkshops. Die Einbeziehung potentieller Multiplikator*innen und Rezipient*innen von Angeboten der Familienbildung führte dazu, dass mittelfristig passgenaue, den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechende Formate entwickelt werden konnten.

 

Für das Jahr 2016-2018 bedanken wir uns bei folgenden Förderern: